AKTUELLE BEITRÄGE

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Wir trauern um Esther Bejarano.

„Ihr tragt keine Schuld für das was passiert ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn es euch nicht interessiert“

Die 1924 geborene Esther Bejanaro, geb. Loewy, überlebte als eine der wenigen Opfer des deutschen Nationalsozialismus den Holcaust in Auschwitz, weil sie den Kolonnen der KZ-Inhaftierten täglich im „Mädchenorchester“ zur Arbeit aufspielen musste. Die 96-jährige Jüdin kämpfte seit Jahrzehnten gegen Rechts, gegen Intoleranz und Neonazis und für Frieden und Freiheit. Als Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN),  Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, musste sie 2019 den perfiden Versuch des Berliner Finanzamtes erleben, dem Zusammenschluss von Widerstandskämpfer*innen und Nationalsozialismus-Verfolgten die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.

Seit 2009 tourte Esther mit der Kölner Band „Microphone Mafia“ durch Deutschland und rappte ihre antifaschistische Botschaft unermüdlich in die Welt. 2015 gastierte sie als 91-jährige mit ihrem Sohn Joram auch in der Aula des Dannenberger Fritz-Reuter-Gymnasiums (FRG) und gewann die Herzen der Lüchow-Dannenberger für Menschlichkeit und gegen das Schweigen, indem sie den Bogen von ihren beklemmenden Erinnerungen zu den NSU-Morden und den nationalisisch-rassistischen Bedrohungen der jüngsten deutschen Geschichte spannte.

Sage nie, du gehst den letzten Weg…

„Ich werde so lange singen, bis es keine Nazis mehr auf der Welt gibt“

Jetzt müssen wir für dich weitersingen, Esther…

Bild: CC BY-SA 3.0 Jwh at Wikipedia Luxembourg